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Um eine Kultur zu schaffen, genügt es nicht, mit dem Lineal auf die Finger zu klopfen, meinte Albert Camus mal. Wir schauen mal, was im beschaulichen Osnabrück so geht und wollen uns vor allem die wilden Sachen angucken.

Neumarkt Osnabrück - Es ist ein KLOZ (c) Kerstin Freking

It‘s a KLOZ

Einen wunderschönen, liebe Leser*innen! Hier ist, was niemand erwartet, aber auf das hoffentlich viele gewartet haben: Die Kleine Osnabrücker Zeitschrift – kurz KLOZ. Was liegt an? Osnabrück im Jahre 2019. Wie viele andere Städte auf der Welt droht Osnabrück am Verkehr zu ersticken. Blechlawinen walzen sich täglich durch die Stadt, Radfahrer*innen und Fußgänger*innen werden überfahren, die Nerven liegen blank. Nicht wie in Berlin oder München, aber naja. Es gibt eine einigermaßen lebhafte Kulturszene, ein durchaus nennenswertes, wenn auch überschaubares Nachtleben mit Kneipen, Konzerten, Partys. Kleine und feine Festivals jeglicher Sparten erreichen hin und wieder auch ein überregionales Publikum. Nicht wie in Hamburg oder Köln, aber nun. Der wohl gefeiertste Sohn der Stadt – Erich Maria Remarque, der berühmte pazifistische, antifaschistische Schriftsteller – suchte vor fast 100 Jahren sicherheitshalber mit kaum Anfang 20 das Weite und ward nie wieder gesehen. Aber hey, Osnabrück verfolgte ihn in seinen Geschichten bis an sein Lebensende, und außerdem hatte er eine Beziehung mit Marlene Dietrich. Apropos, popmusikalisch lässt sich mit Fug und Recht sagen: Die erfolgreichsten Exporte der Hasestadt sind …