Alle Artikel mit dem Schlagwort: Radweg

Iburger Straße: Ressourcenkampf

Bike Lanes of Doom Wie auch an anderen Stellen in Osnabrück versuchte man sich an der Iburger Straße an der Quadratur des Kreises: Fußweg, Parkplätze, Radweg und zwei Fahrspuren für den motorisierten Verkehr auf jeder Seite zwängen sich zwischen die dezent heruntergekommenen Häuserfronten. Bis ins Jahr 2004 sah es hier noch etwas anders aus: Die bis dahin existierenden Busspuren, die sich wie etwa in der Natruper Straße prinzipiell auch als Radweg mitnutzen lassen würden, wurden auf Beschluss der damaligen CDU/FDP-Ratsmehrheit just nach erfolgter Sanierung wieder abgefräst. Das Vorgehen war damals recht umstritten, wie aus einen Artikel im Archiv der Neuen Osnabrücker Zeitung hervorgeht. Heute gehen die Planungen wieder in die entgegengesetzte Richtung. Wer nun von der Innenstadt mit dem Rad nach Nahne oder in Richtung Oesede möchte, ist in Ermangelung an Alternativen gezwungen, sich entlang der engen Ausfallstraße zu bewegen. Die startet am Rosenplatz erst einmal mit einem Radfahrstreifen auf der Straße und wird dann zwischenzeitlich mal über einen getrennten Geh- und Radweg auf der anderen Seite des Bordsteins, dann wieder auf Straßenniveau geführt. Die …

Die Kreuzung Hasetor in Osnabrück aus Sicht des Radverkehrs

Hasetor: Ab durch die Mitte

Bike Lanes of Doom Heute wird’s mal wieder so richtig doomig, wir befinden uns nämlich wieder am Wallring in Osnabrück, genauer gesagt am Hasetor. Hier gibt es eine kleine Osnabrücker Spezialität: Ein Radweg, der einfach unvermittelt inmitten zweier Fahrspuren für Autos beginnt. Um diesen zu erreichen, muss eine Autospur also gequert werden. Selbst in Corona-Zeiten mit leicht reduziertem Verkehr kein einfaches Unterfangen. Von der Kunsthalle kommend sieht’s erstmal aus wie meist in Osnabrück: Ein schmaler Radsteifen von knapp unter einem Meter Breite. Noch aber ist der radfahrende Mensch weitgehend in Sicherheit. Ein kompliziertes Schild (welches es leider nicht aufs Bild geschafft hat) warnt hier aber bereits vor einem Gefahrenschwerpunkt und empfiehlt denjenigen, die später nach rechts dem Erich-Maria-Remarque-Ring folgen folgen, lieber schon hier rechts abzubiegen und sich durchzuwurschteln. Wer nach links will, hat Pech (ist ja meistens so). Hier fließt der Verkehr auch gern mal sportlich, schließlich gilt es ja noch zwei grüne Ampeln zu erwischen. Auf dem Rad bleibt nur: Mehrmals nach hinten schauen, was da so kommt, Augen zu, und durch. Und danach …

Bike Lane of Doom in Osnabrück: Der Radstreifen am Schlosswall zwischen Rehmstraße und Schlossstraße

Super Narrow + Mint Condition: Der Radstreifen am Schlosswall

BIKE LANES OF DOOM Corona-Viren kommen und gehen – das bleibt zumindest zu hoffen. Was ziemlich sicher aber bleibt, ist die desolate Radverkehrssituation in Osnabrück. Das werden wir uns auch in Form weiterer Beiträge hier bei der KLOZ noch näher ansehen. Beginnen wir aber erst einmal mit einer Bestandsaufnahme der in Osnabrück zahlreich vorhandenen Bike Lanes of Doom. Unter diesem Titel wollen wir Euch im Wochenrhythmus die abenteuerlichsten Verkehrsführungen für Radfahrer*innen vorstellen – wer es nicht mit eigenen Augen gesehen hat, mag womöglich gar nicht glauben, welch Missstände Gruppen wie die Critical Mass oder der ADFC seit vielen Jahren anprangern. Wir haben errechnet, dass wir diese Serie – hinreichende Disziplin und Durchhaltevermögen vorausgesetzt – bei wöchentlicher Frequenz bis ins Jahr 2043 fortsetzen können. Oder so. Aber fangen wir doch erst einmal mit dem ersten an. Der erste Bike Lane of Doom of the Week ist der: Radfahrstreifen Schlosswall in Richtung Johannistorwall Es geht hier um das Stück von der Ecke Schlosswall/Martinistraße (gegenüber der Osnabrück-Halle) bis zur Ecke Schlosswall/Schlossstraße. Kommt man vom Heger Tor gefahren, freut …